LOGISTIK-INDUZIERTER VERKEHRSINFARKT ABWENDBAR?

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25.
Oktober

| Wie verhindern wir den logistik-induzierten Vermehrsinfarkt |

Zunehmender Lieferverkehr in urbanen Räumen stellt sowohl die Bürger als auch die Stadtverwaltungen vor enorme Herausforderungen. Das Weihnachtsgeschäft, das für uns Logistiker in diesem Jahr ja schon längst begonnen hat, wird sich für jedermann auch im Dezember wieder in Perfektion auf der letzten Meile zeigen: verstopfte Straßen, zugeparkte Bürgersteige und Radwege sowie die gewohnten Einbußen in der Servicequalität gegenüber den Endkunden.

Doch wie können wir diesen Problemen begegnen? Aus der Verkehrsforschung und aus dem Verkehrsmanagement heraus bieten sich – zumindest theoretisch – ein paar Hebel, an denen entsprechend angesetzt werden kann. Ein klassisches Vorgehensprinzip zur Optimierung stellen beispielsweise die drei Vs des Verkehrsmanagements dar: (1) vermeiden, (2) verlagern, (3) verträglich abwickeln. Dieses Vorgehen lässt sich wunderbar auf die (Liefer-)Logistik übertragen:

Das “Vermeiden” betrifft vor allem die Kunden, die durch ihr Verhalten und bewusste Entscheidungen bereits bei der Bestellung von Waren Bündelungseffekte nutzen könnten, z.B. um Porto zu sparen; weitergedacht aber auch anwendbar durch Lieferdienste, die Systeme zur Lieferplanung nutzen, welche bereits entsprechende Möglichkeiten umfassend ausnutzen und den Kunden bereits auf Bestellebene einfangen und in die positive Richtung treiben – Stichwort: Incentivierung.

Der darauf aufsetzende Schritt, das “Verlagern” des Lieferverkehrs, obliegt vor allem der politischen Ebene und den Unternehmen, deren Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind. Erste Ansätze zur Vermeidung von motorisiertem Verkehr sind ja auch bereits in größeren deutschen Städten – vor allem aber im internationalen Umfeld – zu erkennen: Fahrradkuriere und die Auslieferung mit Lastenfahrrädern können einen Großteil der umweltfeindlichen Verkehre ersetzen. Kleine, dezentrale Verteiler-Hubs dienen als Stützpunkte für den Warenumschlag. Waren werden gebündelt, Transportkapazitäten optimiert und Wegstrecken verringert.

Zeigen sich durch erste Umsetzungen dieser Maßnahmen nur marginale Effekte – die Umsetzung ist natürlich auch ein langwieriger Prozess – so bleibt nur noch das “verträgliche Abwickeln” des restlichen Verkehrsaufkommens. Hier kann vor allem Software zur optimierten und automatisierten Steuerung – wie Smartlane – einen wesentlichen Beitrag leisten. Beispielsweise durch die Vernetzung der jeweiligen Stakeholder (Disponent, Unternehmen, Fahrer, Endkunde) können Wege gebündelt, unnötige Wegstrecken vermieden, Staus umfahren oder die Stellplatzsuche erleichtert werden. Negative Implikationen werden minimiert und das Verhalten des Systems Verkehr und vor allem des Systems Lieferverkehr wird plan- und prognostizierbarer. Das wiederum führt zu einer besseren Qualität von Vorhersagen und somit zur Möglichkeit einer besseren Kundeninformation.

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